Nach einem Dreivierteljahr des gespannten Wartens bekamen wir am 18. Juni endlich unser Wohnmobil. Die folgenden Tage wurden genutzt, das Fahrzeug auszustatten und unsere Sachen zu packen. Am 24. starteten wir zunächst Richtung Hamburg für einen privaten Termin mit Watson, dann ging es weiter nach Malmö zur Übernachtung im Hafen, wo wir auch im letzten Jahr schon einmal übernachtet hatten.

Am Freitag, dem 27.Juni trafen wir dann in Maarud Guard bei unseren Freunden von Spinoneclub Norwegen ein und verweilten dort beim Rassehundetreffen. Am Montag fuhren wir in den Hafen von Oslo. Dort besichtigten wir mit Tochter Hanne die Stadt. Am Dienstag setzte Hanne ihre Reise allein fort und wir fuhren über die E16 nach Lærdalsøn auf den wunderschön am Fjord gelegenen Campingplatz. Dort machten wir bei Sonnenschein eine Bergwanderung mit herrlicher Aussicht auf das Tal.

Mit einer Zwischenübernachtung erreichten wir am Freitag die Insel Runde, bekannt für die südlichst gelegene Kolonie von Papageientauchern „Puffins“. Ein einfacher Campingplatz - offenbar sehr beliebt, da sich dort bis zum Abend ca. 90 Wohnmobile auf engstem Raum zusammendrängten. Alle Besucher wollten das Plateau erklimmen, um die Puffins zu fotografieren, wenn sie am Abend zu ihren Nistplätzen zurück kommen. Natürlich machten auch wir uns auf den Weg - es war wirklich ein besonderes Erlebnis.

Während wir uns im letzten Jahr selbst etwas unter Zeitdruck gestellt hatten um in der Mietdauer des Wohnmobils bis zu den Lofoten und dem Nordkap voll auszunutzen, hatten wir ja in diesem Jahr keinen Zeitdruck. Wir versuchten also in der Folgezeit immer die Straßen zu fahren, die am nächsten zum Meer lagen. Das beinhaltete dadurch jede Menge Fährenfahrten, von 10 Minuten bis zu 1,5 Stunden, hatte aber den Vorteil, dass kaum Verkehr herrschte. Unsere nächste Station war Bud mit einem nagelneuen Wohnmobilstellplatz direkt am Meer, der sogar eine offene Waschanlage für Wohnmobile hatte. Wir unternahmen einen Spaziergang auf dem gut angelegten Küstenpfad nach Bud. Dort fand gerade eine open-air Theatervorstellung mit mittelalterlichem Inhalt statt, dadurch war das Dorf fast menschenleer.