Am ersten Tag unserer Reise starteten wir am 1. Mai mit einem kurzen Zwischenstop bei Hanne in Frankfurt nach Regensburg, wo im Kloster Adlersberg ein gemütliches Zusammensein der Spinonefreunde stattfand. Wie wurden herzlich begrüßt und trafen einige Bekannte und Freunde, die wir von vergangenen Treffen/Hundeshows her kannten.
Die Nacht verbrachten wir auf dem Gelände des Hundesportvereins und am Morgen startete de erste Rassehundeschau mit unserem Watson. Watson war noch sehr müde und hatte gegen seinen ewigen Konkurrenten Francesco keine Chance, wurde aber mit „Vorzüglich“ bewertet. Bei herrlichem Sonnenschein machten wir einen Spaziergang hinunter an die Donau. Feiertag und Wetter hatten Massen von Menschen ans Wasser gelockt, wo auch schon die ersten Mutigen ein Bad nahmen. Direkt gegenüber unseres Stellplatzes hatte sich ein Campingbus mit Kennzeichen FB eingeparkt. Es stellte sich heraus, dass die Hundefreunde mit ihrem Bracco Italiano aus Reichelsheim , unserer Nachbargemeinde waren.
Die Show am zweiten Tag lief für Ellen und Watson noch etwas besser als am Vortag, sodass Watson mit V2 zweitbester Rüde wurde. Nach einem kleinen Imbiss verabschiedeten wir uns am Mittag und fuhren weiter an den Chiemsee.
Im dortigen Wohnmobilhafen fanden wir einen Platz mit Seeblick. Ein schöner Platz für eine Übernachtung, allerdings war der ständige Lärmpegel von der nahen Autobahn etwas störend. Auch war es ungewohnt und lästig, dass für Toilettengang und Dusche extra mit Münzeinwurf bezahlt werden musste. Gut dass man unabhängig ist. Wir machten mit Watson einen Spaziergang entlang des Seeufers und genossen das wirklich herrliche Sonnenwetter. Nach einer ruhigen Nacht und einem Morgenspaziergang ging es dann weiter Richtung Brenner/Bozen. Die Zufahrt zum Brenner war schleppend, da mehrfach von zwei auf eine Fahrspur verengt wurde. Unerfreulich war auch der Blick auf die Gegenspur. Dort staute sich der Verkehr kilometerweit und wir hatten natürlich die Befürchtung, dass uns das bei der Rückfahrt nächsten Monat auch bevorstehen könnte. 4. Mai Die Anfahrt zu unserem Campingplatz in Tisens war abenteuerlich! Eine Serpentine mit mehreren Haarnadelkurven führte uns immer weiter hoch - der Blick über das Tal dafür aber herrlich! Als dann auch noch eine kleine überdachte Holzbrücke eine Durchfahrtshöhe von 3m anzeigte waren wir doch etwas beunruhigt. Doch es passte gerade so und wir kamen unbeschadet durch. Wir haben uns jetzt eine App heruntergeladen, bei der man die Maße und das Gewicht des Fahrzeugs eingeben kann, was dann bei der Navigation berücksichtigt wird. Nachdem wir uns eingerichtet und Kaffee getrunken hatten, ging Ellen eine Runde schwimmen. Ein sehr schönes Ambiente mit 25m Becken. Die Sanitäreinrichtung eindrucksvoll groß, sauber und modern. Und sogar mit einem Hundewaschbecken. Dann wurde das erste Mal der Grill angeworfen und wir ließen den Tag gemütlich ausklingen.
Am zweiten Tag schlug das Wetter um. In der Nacht hatte es geregnet und am Morgen war das Tal voller Nebelwolken. Nach dem Frühstück ( Hardy und Watson hatten Brötchen vom örtlichen Bäcker geholt) machten wir eine kleine Wanderung „Unterer und oberer Wiesenweg“. Zum Nachmittag wurde das Wetter besser und wir machten eine Rundwanderung zur Kapelle. Ein schöner Wanderweg meist durch den Wald, das machte Watson großen Spaß und einmal schreckten wir auf, als plötzlich ein Reh vor uns flüchtete. Da es immer wieder nieselte verzichtete Ellen auf ihren Schwimmeinsatz und wir uns die Route für den nächsten Tag an.
6. Mai Nach dem Frühstück und einem kleinen Spaziergang mit Watson packten wir zusammen und machten uns auf den Weg nach Cremona. Mehrfach durchfuhren wir die dichten Nebelwolken und hatten einen wunderbaren Blick ins Tal. Die Autobahn war wieder sehr voll und wir staunten über die Massen an LKW - man hatte den Eindruck von 10 Fahrzeugen waren 8 LKW! In Cremona angekommen parkten wir uns auf dem Stellplatz ein. Die Anlage liegt in günstigem Abstand zur Innenstadt (15 Minuten Gehzeit) sieht aber in den Sanitäreinrichtungen etwas in die Jahre gekommen aus. Entgegen der Wettervorhersage verzogen sich die Wolken und wir hatten herrlichen Sonnenschein. Die Stadt mit ihren teilweise engen Gassen, der Kathedrale und den Museen war gut besucht. Ellen erwarb eine Pizza, die wir uns dann im Wohnmobil wärmten. Wir beschlossen, dass es sich nicht lohnen würde noch eine zweite Nacht dort zu bleiben und fragten in Menton bei Campingplatz in Frankreich an, ob wir einen Tag früher kommen könnten. Prompt kam die positive Antwort - Glück gehabt.
So ging es am Morgen zurück auf die Autobahn. Auch hier war mindestens eine Fahrspur ständig mit LKW verstopft und gefühlt die Hälfte der Strecke wurde der Verkehr 2wegen Baustellen einspurig geführt. Einmal verließen wir die Autobahn um etwas einzukaufen, doch die Parkplätze waren mit einer Höhenbegrenzung von 2m versehen, sodass wir weiter fahren mussten. Nach einer kurzen Grenzkontrolle oberhalb von Menton ging es Kurve für Kurve hinunter in die Stadt. Mittendurch - enge Straßen - zugeparkte Seitenstreifen und dann zum Abschluss wieder eine quasi einspurige Serpentinenstraße zum Campingplatz. Zum Gück kam uns nur einmal ein Auto entgegen und eine nette Asiatin übernahm das Einweisen. Ein Mopedfahrer, den wir nach dem Weg fragten war so freundlich vor uns her zu fahren, den Weg zu weisen und entgegenkommende Auto zurückzuhalten. Am Campingplatz angekommen mussten wir feststellen, dass die Stellplätze sehr eng und was noch hinderlicher war, mit riesigen Olivenbäumen bestückt waren, die mit ihren Ästen zu niedrig für unsere 3,20m Höhe waren. Aber letztendlich bekamen wir einen großzügigen Platz mit super Aussicht zugewiesen. Mittlerweile war es 16:30 Uhr geworden und Watson suchte sich einen Platz um endlich schlafen zu können. Später, nach einem kleinen Rundgang über den Campingplatz gab es dann Abendessen und wir planten die nöchsten Tage.