Am Montag stand der Wechsel des Standplatzes an. Eine Mitarbeiterin des Campingplatzes hatte uns empfohlen einen anderen Weg als bei der Hinfahrt zu nehmen. Dieser wäre etwas besser für unser Wohnmobil zu fahren. Im übrigen hatten wir zwischenzeitlich festgestellt, dass der von uns genommene und bei Maps angezeigte Zufahrtsweg für Wohnmobile gesperrt war, obwohl einzige Zufahrt zum ausgeschilderten Campingplatz. Die Empfehlung entpuppte sich als noch schlimmer als die Serpentine durch die Stadt. Wir fahren ca. 30km auf abenteuerlichen Straßen zunächst immer höher hinauf, dann wieder in Serpentinen hinunter um nach über einer Stunde wieder in Menton zu landen. Wir waren also froh endlich wieder auf der Autobahn zu sein. Unterwegs machten wir einen Einkaufsstop, wobei Ellen sich unglücklich den Finger und der Tür einklemmte und eine blutende Wunde davontrug. Der Verkehr war "wie üblich" und wir steuerten den gebuchten Platz bei Sestri Ligure an. Schon bei der Anfahrt merkten wir, dass das wohl eine falsche Wahl war. Kilometer außerhalb, weit weg vom Meer in ungepflegter Umgebung ein in die Jahre gekommener Platz. Hier wollten wir nicht bleiben! Leider hatten wir schon bei der Onlinereservierung für drei Nächste angezahlt und man wollte uns nicht nur keine Rückzahlung geben, wenn wir nur eine Nacht bleiben würden, sondern wollte auch noch den Restbetrag kassieren. Wir drehten um und telefonierten mit dem nächsten Stellplatz auf unserer Liste, am Rand von Lucca. Glücklicherweise war dort frei und wir konnte direkt dorthin fahren. Der Platz erwies sich als wirklich günstige gelegen, in 20 Minuten kann man die Innenstadt erlaufen. Ein kleines sehr sauberes Sanitäthäuschen bietet neben WC und Dusche auch Abwaschbecken und Waschmaschine. Das Wetter war wechselhaft, bedeckt und ab und zu ein Schauer. Morgen werden wir die Innenstadt besichtigen.