Am Sonntag wechselten wir dann Richtung Gardasee. Das Navi führte uns zunächst eine abenteuerliche Strecke über die Brge - wie immer enge Straßen, steile Auffahrten, Nadelöhrkehren und Serpentinen. In Malcesine angekommen leitete es in Irrfahrten durch die Stadt auf der Suche nach dem Campingplatz. Es schickte uns eine Auffahrt steil hinauf die immer enger wurde. Unsere Rettung war dann der Innenhof einer Pension wo Ellen unter Aufbietung ihrer Fahrkünste auf engstem Raum wenden konnte. Zum Glück konnte uns dort dann eine deutschsprechende Angestellte erklären wo wir hin mussten. Eine abenteuerliche Zufahrt, aber ein kleiner gemütlicher Campingplatz mit nur 12 Stellplätzen. Ideal gelegen direkt an der belebten Innen“Stadt“ und dem Zugang zum See unterhalb einer Burg Wir machten einen Spaziergang an den See und schlenderten durch die engen Gassen mit ihren zahlreichen kleinen Geschäften. Wegen der großen Hitze spazierten wir nur am Morgen und am Abend an der Seepromenade, es war einfach wieder zu warm für Watson, der es sich gern in seinem Privatzelt gemütlich machte. Am Abend wurde der Grill angeheizt und wir ließen den Tag gemütlich ausklingen. Am nächsten Morgen ging es dann weiter Richtung Meran.

Die Wetterprognose für Meran war furchterregend: Gewitterwarnung und Dauerregen von Dienstag nachmittags bis Donnerstag morgens. Auf dem Campingplatz angekommen, war noch schönstes Wetter und wir beeilten uns zügig einen kleinen Stadtgang zu machen. Gegen 16 Uhr zogen immer mehr Wolken von den Bergen ins Tal und um18 Uhr kam ein fürchterliches Gewitter. 
Am folgenden Tag regnete es, mit Ausnahme einer Stunde, die wir zu einem Spaziergang nutzten, ununterbrochen! Als es am Abend aufhörte, sah man, dass die Berge ringsherum nicht mehr grün, sondern weiß von Schnee waren. Sehr eindrucksvoll. Tage später haben wir dann im Internet gesehen, dass es nach unserer Abreise ein Unwetter mit eiergroßen Hagelkörnern gegeben hat. 
Am Donnerstag packten wir bei herrlichem  Sonnenwetter zusammen und machten uns auf den Weg nach München. Unser Navi schien Serpentinen zu lieben und schickte uns nicht etwas zurück nach Bozen auf die Autobahn, sondern über den 2000m hohen Jausenpass nach Sterzing. Wieder Kurven über Kurven, genervt von rasenden Motorradgruppen, die natürlich alle überholen mussten. Allerdings eine herrliche Aussicht bei klarem Wetter. Die berüchtigte Brücke am Brenner (wegen Gewichtskontrolle gefürchtet) hatten wir gut gemeistert, um dann später im Stadtverkehr vom Münchner Ring stop and go zu genießen! Für eine Nacht hatten wir uns auf dem Campingplatz München Nord einen Platz reserviert. Auf dem Campingplatz fühlte man sich in die 70er Jahre zurückversetzt: Enge Stellplätze und überalterte Sanitäranlagen. Auch typisch altdeutsch Duschmarken und Strom nach Verbrauch! Aber eine urige Gaststätte, wo wir mit unserem Münchner Freund Matthias das Tagesangebot „Schnitzel mit Pommes“ genossen. 
Freitag morgen ging es dann zur letzten Station unserer Reise: Wiesenfelden. Kaum dort angekommen holte uns der Regen ein und es regnete über Stunden ununterbrochen. Wir hatten schon schlimmste Befürchtungen für den nächsten Tag und fürchteten um die workshops und das Clubtreffen. Aber wir hatten Glück, am folgenden Morgen weckte uns die Sonne, die uns dann den ganzen Tag erhalten blieb. Wir beteiligten uns am Spaziergang und hatten nette Gespräche mit den anderen Spinoneverrückten. Am Abend hatten wir dann unsere Mitgliederversammlung und anschließend ein Grillfest.

Der Sonntag war den Wettbewerben vorbehalten. Im Kreis der Clubmitglieder lief alles sehr locker ab und es herrschte gute Stimmung.  Manche Wertungen des Kampfrichters waren zwar nicht wirklich nachvollziehbar, aber das hatten kaum Einfluss auf die gute Stimmung. Watson belegte -wie üblich, wenn Francisco mit ihm an den Start geht - mit vorzüglich den 2. Platz. Da wir recht zeitig fertig waren, entschlossen wir uns direkt im Anschluss nach Nidda zurück zu fahren, wo wir gegen 10 Uhr unsere Sommerreise beendeten.

Schön wars - nur zu heiß!