Vorschau: Unsere Herbstreise wird uns zunächst nach Hürth/Köln zu einer Dogshow auf dem Gelände einer Hunderennbhn führen. Danach besuchen wir Freunde in Ibbenbühren bevor wir nach Heiligenhafen fahren. Dort verbringen wir zwei Nächte und setzen dann mit der Fähre nach Dänemark über. Die nächsten zwei Übernachtungen haben wir im uns schon bekannten Jachthafen von Malmö gebucht. Dann bummeln wir die schwedische Westküste bis Stockholm entlang, wo wir ab 2.9. einen Campingplatz reserviert haben. Ganz in der Nähe vom Messegelände Stockholm wo Ellen mit Watson an der European Dogshow teilnehmen wird. Tochter Hanne kommt mit dem Flieger dazu und wir werden gemeinsam die Insel Öland erkunden. Danach bringen wir Hanne nach Kopenhagen, von wo sie wieder nach Hause fliegt. Für uns geht es dann weiter nach Roskilde zur letzten Dogshow unserer Tour.
Wir starteten planmäßig nach dem Frühstück und erreichten die Windhunderennbahn trotz zweier Stop and Go Phasen auf dr Autobahn pünklich um 15 Uhr. Wir waren das 3. Wohnmobil und auf der Rasenfläche im Bahninnenraum sah man die großen Zeltdächer dr Organisatoren. In der Nacht tobte über uns ein lautstarkes Gewitter und raubte uns den Schlaf, aber am nächsten Morgen begrüßte uns die Sonne. Der Bahninnenraum füllte sich in Windeseile zu einem bunten Sammelsurium von kleinen Zelten und Pavillons. Wir trafen Spinonefreunde aus Belgien und von unserem Club beim ersten Wettkampf. Watson musste sich mit Platz 3, aber vorzüglicher Wertung) zufrieden geben - man kann nicht immer gewinnen!
Auch der zweite Tag waren sonnendurchflutet, erst am Abend kamen einige Schauer. Dieses mal lief es besser für Ellen und Watson und sie belegten Platz 2.
Nach einem gemütlichen Beisammensein packten wir zusammen und fuhren nach Ibbenbühren zu unseren Freunden Thorsten und Bianca. Da wir uns lange nicht gesehen hatten, war genügend Gesprächsstoff während eines leckeren Grillbuffets vorhanden. Besonderen Spaß hatte Watson, da der Hund des Hauses mit ihm bis zur Erschöpfung im Garten getobt hatte. Nach einem frühen morgentlichen Spaziergang mit Watson am Mittellandkanal ging es wieder auf die Autobahn nach Heiligenhafen.
24.8. In Heiligenhafen buchten wir uns zwei Nächte im Wohnmobilhafen, der 99 Stellplätze, Dusche, WC, Spülraum und Entsorgungsmöglichkeiten bietet. Bei herrlichem Wetter machten wir einen ersten Erkundungsgang in die Stadt.
Den zweiten Tag ließen wir gemütlich angehen, das Wetter meinte es wieder gut - herrlicher Sonnenschein! Am späten Vormittag brauchen wir dann auf und spazierten bis zum Hafen mit seinen vielen kleinen kulinarischen Angeboten und natürlich unzähligen Läden mit Touristenschnickschnack. Die Gassen der Altstadt sehr gepflegt mit grobem Steinpflaster, ein schöner Marktplatz, aber insgesamt nicht unbedingt ein Ausflugsziel. Wir wanderten weiter zum gegenüberliegenden Ostseestrand und dann um den Binnensee herum, bis wir nach 7 km wieder den Wohnmobilstellplatz erreichten. Am Abend wurde derGrill das erste Mal angeworfen, es gab Kalbskotelett mit Bratkartoffeln und enthäuteter Paprika. Die Nacht war sehr unruhig, da Watson irgendwie nicht zur Ruhe kam und dreimal einen nächtlichen Spaziergang forderte.
26.8. Nach Frühstück und einem kurzen Strandspaziergang ging es weiter auf Fehmarn Fährhafen Puttgarden. Wir hatten Glück und konnten mit wenig Wartezeit eine Fähre vor unserer gebuchten Zeit nehmen. Bei ruhiger See und Sonnenschein verbrachten wir die 45minütige Überfahrt auf dem Oberdeck und genossen den Ausblick. Die Stecke nach Malmö ließ sich gut fahren, durch einen kilometerlangen Tunnel und wieder einmal über die Öresundbrücke zum Jachthafen . Unser Stellplatz lag in der ersten Reihe, direkt am Wasser mit Blick auf die Segelboote. Nachdem wir uns eingerichtet hatten machten wir einen kleinen Spaziergang zur Fischräucherei und informierten uns über die Öffnungszeiten, da für den nächsten Tag ein Fischgericht auf unserer Speisekarte stand. Gegen Abend war es dann doch zu kalt zum draußen sitzen und wir erlebten einen schönen Sonnenuntergang durch unser Frontfenster während wir unseren Pfifferlingsflammkuchen aus unserem Gasbackofen verspeisten.
Den zweiten Tag in Malmö unternahmen wir einen langen Spaziergang entlang der Wasserfront. Viele Apartmentblocks, zwischen denen aber mit viel Engagement Grünflächen angelegt wurden. Den Verführungen einer besonderen Bäckerei konnten wir nicht widerstehen und kauften uns leckere Stückchen zum Kaffeetrinken bei uns am Wohnmobil. Bei der vorher besichtigten Fischräucherei bzw. dem dazugehörigen Restaurant leisteten wir uns zum Abendessen Fisch und Chips. Zum Abend wurde es immer windiger und der Wetterbericht kündigte für die Nacht Sturm an - was wir dann auch beim schlafen merkten. Wir hatten nach den zwei unruhigen Nächten aufgrund von Watsons Schlafverweigerung eine sehr angenehme Nacht bis 7:30 Uhr - super!
BAm Freitag 28.8. fuhren wir zwei Stunden zu einem Stellplatz auf einer Landzunge von drei Seiten vom Wasser umgeben. Noch mehr Meer geht nicht! Wir hielten direkt an der Hafeneinfahrt von Nogersund, etwas abgewandt vom doch heftigen Wind. Die von außen etwas bretterbudenartig anzusehen, waren innen jedoch ordentlich sauber und gepflegt. Temperatur 21 Grad, gefühlt 15, was uns aber nicht davon abhielt zwei längere Spaziergänge mit Watson zu unternehmen. Die Nacht war stürmisch mit etwas Regen , doch gegen morgen klarte es auf und die Sonne kam immer mal wieder durch. Wir spazierten am Rande des Nationalparks entlang und bewunderten einmal mehr die wunderschönen schwedischen Häuser. Watson war wohl so richtig müde, sodass wir bis um 8 schlafen konnten. Am Sonntag ging es zunächst zum Stellplatz Sandhamn, ein Platz am heruntergekommenen Hafen mit einer Bretterbude als WC, da wollten wir nicht bleiben. Also ging es weiter nach Blancaholm. Wir hatten wieder einen Platz direkt am Wasser, ein gemütliches Kaffee in Sichtweite ABER Sanitäranlagen unterster Standart. Geruchsintensiv, drei Vorhangduschen in einem engen Raum - nein Danke! Wir blieben also nur eine Nacht und buchten uns für die nächste Nacht einen Platz auf dem Campingplatz in Loftahammars Varv. Schade, denn eigentlich hat der Platz eine tolle Lage.
Loftahammar Werft war eine gute Adresse. Dort standen am Hafenbecken nur drei Wohnmobile und es war total ruhig. Der „Ort“ war fußläufig zu erreichen und wir konnten die Pfandflaschen am Supermarkt abgeben. Wir nutzten die große Dusche für ein Dreier-Duschevent, sodass auch Watson wieder salonfähig wurde.
Am nächsten Morgen machten wir einen kleinen Spaziergang, um dann zum nächsten Ziel Trosa aufzubrechen. Wir hatten uns eigentlich einen Platz auf dem Campingplatz gebucht, doch dieser hatte die Rezeption noch bis 16 Uhr geschlossen als wir um 12:30 dort eintrafen. Wir sind dann zum Hafen zurück gefahren, wo Stellplätze zur Verfügung standen. Eine gute Entscheidung, da man wunderschön bequem am Wasser entlang in die kleine Stadt laufen konnte. Ein bisschen wie in Holland, aber schönere Häuser! Kleine Geschäfte und viele jetzt wohl geschlossene Restaurants. Im Sommer ist dort wahrscheinlich jede Menge Tourismus aus dem nahen Stockholm. Am Mittwoch setzten wir unsere Reise Richtung Stockholm fort. DasZiel war der Campingplatz Bedäng, den wir vorbestellt hatten, da er günstig zur Messe und zur Innenstadt liegt.
Die einstündige Fahrt verlief problemlos. Der Campingplatz liegt am Stadtrand und grenzt direkt an ein Naturschutzgebiet, wo man gut wandern kann. Wir erkundeten den Weg zur U-Bahn, wo wir am Donnerstagabend Hanne abholen werden. Auf dem Rückweg entdeckten wir ein wunderschönes Café in einer Jugendstilvilla und beschlossen am nächsten Tag dort essen zu gehen. Auf dem Weg dorthin, am Donnerstag, kamen wir an der Anlegestelle eines Ausflugsbootes vorbei und entschlossen uns mit diesem zum Schloss zu fahren. Wieder einmal hatten wir warmes sonniges Wetter, ideal für den Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark. Um 15 Uhr nahmen wir das Schiff zurück und besuchten dann doch noch das Café. Wir ließen uns Kötbullar und Salat mit Hähnchenschenkel schmecken. Am Abend warteten wir immer wieder auf Nachrichten von Hanne wo, auf welchem Flug/hafen sie nun sei. Um 21:45 konnten wir sie dann an der U-Bahnstation in Empfang nehmen.