Am Montag 7.9. machten Hanne ind Ellen einen Shoppingausflug nach Gamla Stan, der Altstadt von Stockholm, während Watson mit mir einen chilligen Tag verbrachte. Dienstag 8.9. fuhren wir zurück nach Trosa um Hanne den schönen Ort zu zeigen.

Am Mittwoch 9.9. machten wir einen Zwischenstop in Kalmar, wieder ein Stellplatz direkt am Wasser. Leider waren die Sanitäranlagen ziemlich weit weg, aber dafür die Stadt ganz nahe. Ein Spaziergang bei Sonnenschein und ein gutes Essen waren gut zur Entspannung nach dr doch langen Anfahrt.

Am Donnerstag setzten wir dann per Brücke nach Öland über und steuerten den uns bekannten Platz in Böda an. Im Gegensatz zu unserem Besuch im Sommer 2024 war der Platz fast leer. Wir parkten in der ersten Reihe mit Meerblick und später einem superschönen Regenbogen und Sonnenuntergang. Das Wetter war nicht ganz so freundlich, Sturm und Regenschauer den ganzen Tag. Wir machten das Beste daraus und spazierten zur Bäckerei im nahegelegenen Ort - leider erst Freitag wieder offen! Die Fischräucherei am Hafen hatte aber geöffnet, sodass Ellen eine Portion Shrims erstehen konnte. Am Freitag klarte es auf und die Sonne kam zurück. Wir machten einen kurzen Stop im Hafen von Kärehamn und besichtigten dann die Rauken (Steinsäulen) an der Westküste. Entlang eines etwa 600 Meter langen Küstenstreifens stehen rund 120 bizarr geformte Kalksteinsäulen (Rauken), die im südlichen Teil bis zu 4 Meter Höhe erreichen. Die Säulen bestehen aus hartem Kalkstein eines alten Korallenriffes aus der Zeit vor rund 490 Millionen Jahren. Sie wurden im Laufe von Jahrmillionen durch die permanente Wellenerosion und Verwitterung aus dem umliegenden Fels herausgewaschen? Als wir vor zwei Jahren dort waren, war alles voller Touristen, dieses Mal waren wir zeitweise ganz alleine. Die Steinsäulen die die Küste säumen sehen aus wir Pilze aus geschichtetem Gestein. Mit etwas Glück konnte man versteinerte Muscheln in den Schichten erkennen. Weiter ging es dann Richtung Ystadt. Wir hatten versucht einen Stellplatz in Karlskrona zu bekommen, doch erstaunlicherweise war dieser trotz Nebensaison voll belegt. Also ging es weiter und auf kleinen Nebenstraßen zu einem Minihafen „Tosteberga“ in der Nähe von Åhus. Ein kleiner Landzipfel mit 24 Stellplätzen und Sanitäranlagen - sogar mit Sauna!

In Ystad hatten wir am 13.9. das Glück noch den letzten mit Strom ausgestatteten Platz im Yachthafen zu bekommen und das am letzten Öffnungstag, danach wird der Platz über Winter geschlossen. Die charmante Stadt Ystad ist ein bedeutendes Zentrum der schwedischen Filmindustrie mit dem Biografteatern Scala, das älteste Kino des Landes, sowie ein Produktionsstudio und das interaktive Filmmuseum Cineteket. Unter den reizvollsten mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten von Ystad finden sich das Franziskanerkloster Gråbrödraklostret, die Kirche der Jungfrau Maria und die alte Lateinschule. Es gibr einen exotischen Tierpark und herrliches Kunsthandwerk in den hübschen Galerien und Boutiquen. Wir zeigten Hanne die uns ja bekannte Stadt und bummelten durch die kleinen Gassen und die Fußgängerzone. Am nächsten Morgen fuhren wir die nur 90km Strecke nach Malmö zu unserem vorgebuchten Stellplatz. Den Montag nutzten Hanne undEllen zu einem ausgiebigen Stadtbummel, um dann erschöpft zurückzukehren und sich mit leckerem Grillfleisch verwöhnen zu lassen. Der Blick aus dem Fenster zeigte die emsigen Segler, die ihre Segelboote mit dem Kran aus dem Wasser holen ließen um sie winterfest zu machen. Am Dienstag 15.9. war dann Hannes Urlaubszeit um und wir brachten sie zum Flughafen Kopenhagen. Wir fuhren die kurze Strecke weiter nach Roskilde auf unseren gebuchten Stellplatz mit Meerblick. Am Abend verspeisten wir die in Malmö erworbenen Meerestiere- lecker!

Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns bei17 Grad und Sonnenschein auf den Weg in Stadt Roskilde. Schon von Ferne konnte man die Domkirche und den Hafen sehen.

Der Dom zu Roskilde ist königliche Grabstätte, Architektur der Weltklasse und lebendige Pfarrkirche. Die UNESCO hat den Dom zu Roskilde als Kulturerbe von außergewöhnlichem universellem Wert ernannt. 1000 Jahre dänischer Geschichte sind unter den herrlich ausgeschmückten, himmelwärts strebenden Gewölben und in dunklen Krypten versammelt. Hier sind 40 dänische Könige und Königinnen begraben. 1000 Jahre und 40 Könige Hier ist die Decke hoch, und die Atmosphäre ist majestätisch. König Harald Blauzahn (um 987 gestorben) erbaute, laut einer Chronik aus der Zeit um das Jahr 1000 herum, eine Holzkirche in Roskilde. Der erste Bischof von Roskilde wurde 1022 ernannt. Etwa 1080 wurde an der Stelle, wo die heutige Backsteinkirche liegt, eine neue Kirche aus Travertin errichtet. Der Dom wurde etwa 1200 als erstes gotisches Bauwerk in den nordischen Ländern errichtet. Die Bogen, Gewölbe und das Strebewerk der Gotik waren architektonische Neuschöpfungen, die einen hellen und hohen Kirchenraum mit großen Fenstern ermöglichten. Die Kirche war ursprünglich katholisch, doch seit der Reformation im Jahre 1536 ist sie evangelisch-lutherisch. Es wird vermutet, dass 40 Könige und Königinnen hier begraben sind – 37 Grabstätten sind mit Sicherheit identifiziert: darunter Harald Blauzahn, Margarete I. oder auch Friedrich IX. Bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts galt die Kirche als offizielle Grabstätte der dänischen Königsfamilie. Es befinden sich insgesamt mindestens 1000 Gräber in der Kirche

Der Weg zog sich in die Länge, sodass wir insgesamt 13km zurücklegten und am Nachmittag etwas erschöpft zurückkehrten. Die Stadt selbst ist touristisch abwechslungsreich mit vielen Geschäften, leckeren Bäckereien, der schont erwähnten Domkirche und dem Wickingermuseum. Der folgende Tag war von bedecktem Himmel und immer wieder Regenschauern geprägt, sodass wir einen faulen Tag einlegten. 

Am Freitag wechselten wir vom Campingplatz aufndasnAusstellungsgelände der Hundeshow. Dort hatte man gute Vorarbeit geleistet und auf dem Rasengelände überall Parkbereiche markiert in die man dann eingewiesen wurde. Das Ausstellungsgelände war riesig und mit 35 Ausstellungsringen die größte Ausstellung Dänemarks. Watson hatte am Samstag die Startnummer 76, was bedeutete, dass wir sehr sehr lange warten mussten, bis er endlich starten konnte. Er machte es aber mit Ellen prima und belegte Platz 1 und bekam den Titel Dänischer Champion. Am zweiten Tag war Watson trotz früher Startzeit und herrlichem Sonnenschein eher unmotiviert und musste sich mit Platz 2 bei excellenter Wertung zufrieden geben. Da unser Wettbewerb bereits zur Mittagszeit beendet war, machten wir uns auf den Weg zur Fähre in Rödby. Wir hatten eine flexible Rückfahrt gebucht und konnten praktisch ohne Wartezeit übersetzen. Da die Strecke nach Nidda zu lang für einen Tag war, übernachteten wir auf einem Stellplatz bei Soltau, um dann nach Hause zurück zu fahren.